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Bau von Peiler für das 80m Band

Ende der sechziger Jahre nahmen einige OG-Mitglieder an Peilübungen der OG Bern teil. Da wir selber noch keine Peiler besassen, erhielten wir von unseren Berner Freunden jeweils ein- bis zwei Geräte zum Gebrauch. Da uns das Peilen sehr faszinierte, beschlossen wir, selber Peilempfänger zu bauen. Dies war sicher die grösste Teamarbeit unserer Ortsgruppe.

Diese sind zwar aus der Sicht der heutigen Technik komplet veraltet, werden aber sicher noch vom einen oder anderen älteren OM als Portabel-Empfänger benutzt.

Willi, HB9JQ opferte eine enorme Zeit für die Entwicklung und den Bau eines Prototypen. Jeder Peilinteressierte beteiligte sich in irgend einer Art beim Bauen. Der harte Kern der Erbauer traf sich mehr als ein Jahr lang, praktisch jeden Freitag in Thun, wo meistens bis Mitternacht gearbeitet wurde. Nachher reichte die Zeit gerade noch für einen Schlummertrunk im „Mubeeri“ (Restaurant Maulbeerbaum, Thun) wo auch Bilanz gezogen und die Arbeiten für den kommenden Freitag vorgeplant wurden.

Auch „Funkermaxe“ HB9RC (OG Bern) hat eine enorme Arbeit geleistet, indem er die 427 Schwingkreis-Spulen von Hand wickelte, mit Wachs vergoss und zusammenbaute!

Es war wirklich eine Augenweide als schlussendlich die 61 Geräte funktionsbereit in Reih und Glied auf der Werkbank standen.

Einige Peiler wurden auch an Interessierte anderer Ortsgruppen verkauft.

Obschon diese Peiler heute moderneren Geräten Platz machen mussten, hat sich dieser Bau, aus kameradschaftlichen Gründen, sicher gelohnt.

Anschliessend wurden noch sechs 80-Meter Fuchssender gebaut, die heute noch bedingt betriebstauglich sind.

 

 

 

Erinnerungsaustausch
(v.l.n.r.) HB9NG, HB9AEC, HB9JQ

Thuner-Peiler